Weitere Beschwerde des Vereins „Ja zum Nürburgring“ an die Europäische Kommission mit Antrag auf Widerruf der Entscheidung vom 1.10.2014

Einladung zum Pressegespräch „Hintergründe und Zielsetzungen“
am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, 11 Uhr in die Graf-Ulrich-Halle, Nürburg

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Verein „Ja zum Nürburgring“ hat am 4. Dezember 2014 eine erneute Beschwerde in Brüssel eingereicht, die einen

Antrag auf Widerruf der Entscheidung der Europäischen Kommission

vom 1. Oktober 2014 beinhaltet. Damit reagieren wir auf die Ereignisse im Bietverfahren wie auch nach dem Verkauf an die capricorn NÜRBURGRING Besitz GmbH (CNBG) am 11. März 2014.

Nach dem Zuschlag am 11.03.2014 haben wir Sie über unsere Bedenken informiert und gleichzeitig angekündigt, hellwach zu bleiben und die Käufer an ihren Taten zu messen. Die von der Landesregierung hochgelobte Lösung brach jedoch noch schneller auseinander, als selbst wir es erwartet hatten. In einem beispiellosen Aktionismus haben dann der Sachwalter und der Sanierungsgeschäftsführer alle Regeln des Verkaufsprozesses ad absurdum geführt, indem sie die Kontrolle über den Verkauf wieder an sich zogen, um dann entgegen allen Vorgaben der EU-Kommission die Anteile ein zweites Mal zu verkaufen.

Diese Aktivitäten liefen im Hintergrund, während die Insolvenzverwalter gleichzeitig in Brüssel das Bild einer heilen Welt gemäß EU-Vorgaben zeichneten. Tatsächlich aber wurde die Kommission verkürzt und damit falsch informiert, so dass sie ihre Entscheidung am 1.10.2014 auf einer Grundlage traf, die nicht der Realität entsprach. Aus diesem Grund hat der Verein „Ja zum Nürburgring“ erneut Beschwerde bei der EU eingelegt, um die Kommission zum Widerruf ihrer Entscheidung vom 1.10.2014 aufzufordern.

Der Verein „Ja zum Nürburgring“ hat von jeher die Auffassung vertreten, dass die Rennstrecke Nürburgring im öffentlichen Eigentum verbleiben sollte. Da dies offensichtlich politisch nicht gewollt ist, haben wir als Alternative eine Stiftung mit öffentlich/rechtlicher Beteiligung vorgeschlagen. Eine solche Stiftung erscheint wichtigen Unternehmen und Veranstaltern als einzige langfristig stabile Lösung, die unterstützenswert ist.


Nach den Erfahrungen, die während des Verkaufsprozesses und anschließend mit dem Käufer gemacht werden mussten, sind wir umso mehr der Überzeugung, dass die Rennstrecke Nürburgring nicht in private Hände gehört. Der Freizeit-, Event- und Hotelleriebereich kann und sollte verkauft werden, aber der Kernbereich darf aufgrund seiner Monopolstellung nicht der Profitmaximierung anheimfallen.


Wir möchten Sie über die Beschwerde und unsere Zielsetzungen in der jetzigen Situation informieren. Daher laden wir ein zu einem

Pressegespräch
am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, 11 Uhr
in die Graf-Ulrich-Halle, Nürburg

Wir bitten um kurze Anmeldung an presse [at] ja-zum-nuerburgring [dot] de. Nach dem Pressegespräch wird es Gelegenheit für Interviews mit Otto Flimm und Dr. Dieter Frey, dem juristischen Beistand des Vereins, geben.


Mit freundlichen Grüßen
 
Otto Flimm
Vorsitzender Verein „Ja zum Nürburgring“
Ehrenvizepräsident der FIA
Ehrenpräsident ADAC

 

 

Pressekontakt:
Dieter Weidenbrück
presse@ja-zum-nuerburgring.de

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